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24.06.2013

Bauarbeiten für Fischaufstiegsanlagen in Schwerte-Geisecke und Wickede-Echthausen gestartet

Wasserwerke Westfalen investieren 4 Millionen Euro in drei Fischaufstiegsanlagen

Seit Anfang Juni herrscht rege Aktivität an den Stauwehren "Hengsen" in Schwerte-Geisecke und "Echthausen" in Wickede-Echthausen. Die Wehre dienen neben der Wassergewinnung der Erzeugung elektrischen Stroms aus Wasserkraft. "Nachdem wir bereits 2011 eine Fischaufstiegsanlage an dem Stauwehr in Schwerte-Westhofen nachgerüstet haben, investieren wir nun rund 4 Millionen Euro in eine Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit an weiteren drei Standorten", erläutert Projektleiter Carsten Kirchner von den Wasserwerken Westfalen. "Der Bau der Fischaufstiegsanlagen in Schwerte-Geisecke und Wickede-Echthausen hat bereits begonnen und in Schwerte-Villigst starten wir voraussichtlich im Herbst 2013."

Die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit an den drei Standorten entspricht den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Als Bauzeit sind für jede Anlage zehn Monate geplant, wobei eine Inbetriebnahme der Fischaufstiegsanlagen in Schwerte-Geisecke und Wickede-Echthausen noch in diesem Jahr vorgesehen ist. Im Nachgang erfolgen an diesen beiden Standorten noch Restarbeiten wie Geländemodellierungen. "Mit der Fertigstellung der Fischaufstiegsanlage an der Wasserkraftanlage in Schwerte-Villigst in 2014 stellen dann alle unsere Stauwehre keine baulichen Hindernisse mehr für wandernde Fische dar", freut sich Kirchner.

Die Fischaufstiegsanlagen werden gemäß den behördlichen Vorgaben als Schlitzpass gebaut. Ein Schlitzpass ist für die gesamte Gewässerfauna passierbar, d.h. auch die Wanderung von bodenlebenden Kleinstlebewesen wird sichergestellt. Am Standort Hengsen überwinden die Fische in 58 Becken auf einer ca. 180 Meter langen Strecke eine Höhendifferenz von 6,18 Metern. Ähnliche Verhältnisse liegen am Standort Echthausen vor: Hier bewältigen die Fische auf einer ca. 180 Meter langen Strecke über 47 Becken eine Höhendifferenz von 5,76 Metern.

Die von den Wasserwerken Westfalen betriebenen fünf Laufwasserkraftwerke stammen aus den Jahren 1922 (Westhofen), 1937 (Hengsen), 1942 (Echthausen), 1961 (Villigst) und 2008 (Fröndenberg). Das Stauwehr in Fröndenberg ist bereits seit dem Jahr 2000 mit einem Fischpass ausgestattet.

Wasserkraftanlagen an Wehren in Fließgewässern leisten einen Beitrag zur umweltfreundlichen, regenerativen Energiegewinnung. Für Fische bedeuten Querbauwerke in einem Fluss allerdings häufig das Ende ihrer Reise. Neben den bekannten Wanderfischen wie Aal und Lachs unternehmen auch zahlreiche andere Fischarten Wanderungen im Gewässersystem. Fischaufstiegsanlagen, wie sie an den Stauwehren der Wasserwerke Westfalen nun errichtet werden, ermöglichen den Fischen trotz dieser Hindernisse Wanderungsbewegungen zu ihren Laich-, Aufzucht- und Nahrungsgebieten.

Hintergrundinformationen WWW
Die Wasserwerke Westfalen (WWW) - eine Tochtergesellschaft der DEW21 und GELSENWASSER - produzieren mit rund 138 Mitarbeitern Trinkwasser für 1,5 Millionen Menschen. Acht Wasserwerke zwischen Wickede und Witten bereiten das Wasser der Ruhr zu Trinkwasser auf. Das Versorgungsgebiet umfasst Teilbereiche des südlichen Münsterlandes, des mittleren und östlichen Ruhrgebietes sowie des nördlichen Sauerlandes. Im Jahr 2012 haben die Wasserwerke Westfalen 102,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser produziert. WWW betreibt ebenfalls fünf Laufwasserkraftwerke zwischen Wickede und Schwerte. 2012 produzierten diese Anlagen 18,4 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom und leisteten somit einen erheblichen Betrag zur CO2 - Minderung.

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Öffentlichkeitsarbeit:
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Telefax: 02304 / 9575-406
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Internet: www.wasserwerke-westfalen.de